DJ ist kein Beruf...

...sondern eine Berufung!

Bringmann & Kopetzkis Wild Life

Auch DJs fangen klein an und kriegen ihre Skills erst mit den Jahren! Doch zur Not gibt es ja Hilfe bei Amazon: Standard in allen modernen DJ-Schulen, sind die Werke von Marko Holtwick

Source unknown - aber da hilft bestimmt das örtliche Arbeitsamt weiter...


Nervennahrung gibt es bei Amazon


Passende Berufsbekleidung gibt es ebenfalls bei Amazon...


...und auch bei Teezily


Wenn ihr das dann live testen wollt: Unser in Früh-Rente gegangener DJ Weekender hat ein paar Tracks hochgeladen, die auf (fast) jeder Party gehen!

Live Long And Prosper


Leider kann man ihn nicht mehr buchen, aber dafür plaudert er hier ein wenig aus dem Nähkästchen - quasi seine Memoiren:

Auch für einen DJ kommt mal die Zeit, zurück zu blicken... Das kann verschiedene Auslöser haben:
  • Junge Männer aus der Technik-Crew, die ehrfürchtig die 1210er bestaunen...
  • Junge Mädchen in der Disco, die Ihren Musikwunsch mit "können SIE bitte" formulieren...
  • Und natürlich immer wieder die Frage, wie man zu dem Hobby kam - wie alles begann?
Die Antwort: "Mixtapes & Mädchen"! Hmmm... Toller Titel eigentlich für ein Buch/Biografie :)


Aber, um hier mal allen Jungs mit DJ-Ambitionen ein wenig den Wind aus den Segel zu nehmen, das ist kein Zucker- und auch kein sonstiges schlecken - sondern harte Arbeit!

Heute meint ja jeder, der 120 Terrabyte Musik auf seiner Festplatte und ein gecracktes DJ-Programm auf seinem Rechner hat, er wäre DJ! Doch wenn die Leidenschaft fehlt, bleibt die Tanzfläche leer und das Bett kalt!

Wobei wir schon beim nächsten Mythos wären: "Der DJ kriegt alle Groupies"!

Falsch! Der DJ arbeitet, während die anderen feiern - und wenn er Feierabend hat, sind nur noch besoffene Kerle zugegen die kein schönes Zuhause haben!

Okay - ich gebe ja zu, dass das damals auch (m)ein Grund war damit anzufangen:

"Damals"... Als man noch Musik vom Radio auf Cassetten aufnahm... Als man(n) "Mix-Tapes" bastelte - immer auf der Suche nach der perfekten Zusammenstellung... Gerne auch mit persönlichem Bezug für die Angebetete aus der Parallelklasse... ;)


Und wenn man dann irgendwann merkte, dass diese Tapes wirklich gut ankamen - dass man ein Gespür für die "richtigen" Titel hatte - dann stand man irgendwann in der heimischen Disco hinterm DJ-Pult!

Ab dem Moment wurde es teuer! Es mussten die Nonplusultra-Plattenspieler von Technics beschafft werden, um auch zu Hause zu üben: Mit 1000 D-Mark pro 1210er 'ne Menge Holz (für einen Azubi)! Es gab keine mp3's für ein paar Cent (oder lau) - man kaufte Maxis (12' Inch Vinyl - für die Spätgeborenen) und wollte natürlich immer auf dem neusten Stand sein - gerne auch mit Platten aus Übersee zu horrenden Preisen!

Fehlte nur noch der passende DJ-Name...

Mir gab ein Song von Flowered Up den entsprechenden Kick: Nicht besonders vorteilhaft in dem Zusammenhang, aber das Lebensgefühl der Rave-Zeit Anfang der 90er auf den Punkt bringend - bevor es mit Techno die konsequente Fortsetzung der Selbstzerstörung der Feiernden gab: Whatever you do - just make sure what you're doing makes you happy!



Wenige von uns schafften es, das Hobby zum Beruf zu machen - fingen selber an zu produzieren - kamen in die Charts und wurden Stars!

Andere hingegen lernten erstmal etwas "Vernünftiges" - ließen sich heiraten - bauten Eigenheime - wurden Väter - und starben mit 40 an Langeweile oder Leberzirrhose...

Und einige bekamen die Kurve und fingen mit heutigen Mitteln wieder an, Musik zu leben - bevor die Midlife-Crisis einsetzte! :)

Bei mir ging das so lange gut, wie es Spaß gemacht hat - und der Spaß hörte auf, als immer mehr Gäste mit USB-Stick und Smartphone ankamen, um sich darauf befindliche Songs zu wünschen - die natürlich überhaupt nicht zur Playlist/Stimmung auf der Veranstaltung passten...

Das war dann der Zeitpunkt, an dem ich meine 1210er an der Nagel gehängt habe! Heute stehe ich nur noch zuhause an den Decks - in der Küche ;)



Ein paar Pressestimmen von "damals":
  • Raveline: "...schon der Opener zeigt die Richtung an: Mit dem Bootleg-MashUp von Robbie's Dancefloor-Filler 'Let me entertain you' hatte Weekender die Massen sofort im Griff..."
  • TMZ.com: "he's a fake - or from outerspace! could anyone tell me his mobile number? pleeease!" (Perez Hilton über Weekender)
  • Berliner Morgenpost: "Willste mich veraaschen, dassde mich nach DEM fragst? Mit dem Pisser is meene Freundin durchjebrannt!" (Mario Barth über Weekender)
  • MTV News: "...als weekender dann 'half past three in the morning' sein set mit dem genialen mix aus 'insomnia' und 'am i wrong' begann, war die bis dato müde crowd wie elektrisiert..."
  • Rolling Stone: "He's the fucking best" (Ozzy Osborne über Weekender)
  • Bäckerblume: "Der Junge rockt, Mann... Und wir sind quasi Nachbarn!" (Rudolf Schenker über Weekender)
  • Cinema: "Ganz großes Kino" (Bernd Eichinger über Weekender)
  • Apotheken Umschau: "Weekender? Wickeeeeed!!! Von dem habe ich damals, Ende der 80er, meinen Tanzstil in der Bhagwan-Disco abgeschaut!" (Hans Peter Geerdes - heute H. P. Baxxter, Scooter)
  • Grevenbroicher Tagblatt: "Pass ma auf, Schätzelein! Der Wiek *grunz*, äääh, Wochenendler - das is'n ganz feiner Kerl, is das! Und als Leiter meines Wahlkampfteams für meinen Super-Slogan verantwortlich: YES, WEE-KEND! Hasen-Power, Schätzelein! Verstehste!?! *grunz*" (Horst Schlämmer über Weekender)
  • New Musical Express: "He's my muse! The biggest inspiration in my life!! Especially for the songs "Not Fair" and "F*ck You"!" (Lily Allen über Weekender)
  • Gentlemen's Quarterly: "Blöde Ziege! Wie kann man nur sooo nachtragend sein?!?" (Weekender über Lily Allen)
  • RTL-Club-Magazin: "Scheiss Perücke - hab ich ihm schon so oft gesagt! Aber der Mann weiß nunmal, wo der Frosch die Locken hat...!" (Atze Schröder über Weekender)



Es gibt übrigens eine Menge Lesbares von und mit und um das DJ-Dasein - und für die langen Touren zwischen den Gigs hier nur mal zwei Empfehlungen für Bücher (thematisch in den 80ern/90ern angesiedelt), die anschließend nicht gleich in der Flohmarktkiste, sondern im Bücherregal gelandet sind:

Rainer Schmidt - Liebestänze
Die Liebe in den Zeiten des Techno: Der wahre Roman über die deutsche RAVEolution der 90er-Jahre.
Deutschland, 1996. Ein neuer Sound lässt die Herzen einer ganzen Generation schneller schlagen. Argwöhnisch beäugt von einer feindseligen Öffentlichkeit, wächst die Rave-Szene unaufhaltsam. Der junge Bankmanager Felix zieht mit seinen Freunden in die Hauptstadt, weil er Teil dieser neuen, euphorischen Welt sein will. Er träumt vom wahren Leben, von Befreiung, Ekstase und Glück auf den Dancefloors, wo bloß eins zählt: tanzen. Widerwillig sitzt er die Zeit im Büro ab, um sich umso heftiger nachts in die Clubs zu stürzen und das Gemeinschaftsgefühl der pumpenden, schwitzenden Masse zu genießen. Felix taucht immer tiefer ein in die Parallelwelt zwischen Tresor, E-Werk, WMF, Mayday und Loveparade, stets auf der Suche nach dem noch intensiveren Gefühl, der noch härteren Abfahrt, dem nächsten Höhepunkt - bis er völlig aus seinem alten Leben fällt. Felix gerät in den Bann der Beats und der Liebe, und Rainer Schmidt gelingt ein Roman, der mitreißt und die Zeitmaschine anwirft: zurück in die glorreichen Jahre!




Tom Liehr - Geisterfahrer
Als Tim Köhrey 1980 von Hannover nach Berlin zieht, lernt er den dicken Kuhle kennen, der bald sein bester Freund wird. Kuhle und Tim reüssieren bei einer Schulparty als Discjockeys, und Tim lernt die feenhafte Melanie kennen, die seine Freundin wird, als beide sechzehn sind. Doch ein Schicksalschlag verändert alles. Anfang 1989, vier Jahre später, ist Tim einundzwanzig und hat alle Brücken in die Vergangenheit abgebrochen. Er lebt in einer muffigen Wohnung, studiert gelegentlich, legt in verschiedenen Clubs auf, verkehrt in Puffs und glaubt, nie wieder eine Beziehung führen zu können. Als er endlich zu sich kommt, ist es fast zu spät - Berlin ist weit weg, die große Liebe längst vorbei, und seine Zukunftsaussichten sind trübe: Provinzleben, Reihenhaus, zerrüttete Ehe. Er kehrt zurück in die neue Hauptstadt und sucht nach dem Glück seiner Jugend. Eine rasante Geschichte über verpasste Chancen, Liebe, Freundschaft, Musik und die goldenen Achtziger.




MUST HAVE :)

Hinweis

Wir haben auf diesen Seiten so genannte Affiliate-Links bei manchen Angeboten (die wir mit gutem Gewissen teilen): Wenn ihr die "Arbeit" *räusper* der FeierFreunde unterstützen wollt, dann müsst ihr über die Angebotlinks aber tatsächlich einen Kauf abschließen!